SAGA – Wasserrohrbrüche Sibeliusstraße 4

Von Olaf Wunder (MoPo vom 15. April 2011)

Wasserschaden / Rohrbruch "SAGA - Sibeliusstraße 4 * 22761 Hamburg

Wasserschaden / Rohrbruch "SAGA - Sibeliusstraße 4 * 22761 Hamburg

Foto: Olaf Wunder

Inhalt:
Wasserrohrbruch im Hochhaus! Und das gleich zwei Mal innerhalb weniger Tage.
Zwei darunter liegende Wohnungen sind besonders stark in Mitleidenschaft gezogen.
Ein Drama für die Bewohner.
Von ihrem Vermieter, der SAGA, fühlen sie sich komplett im Stich gelassen.

Sibeliusstraße 4 in Bahrenfeld.
In der Wohnung der Familie Barkmann im 10. Stock riecht es muffig.
Die Tapeten hängen lose von der Wand.
Und dann dieser dumpfe Lärm: Rund um die Uhr zieht eine Trocknungsmaschine
das Wasser aus Wänden und Decken.

Der erste Wasserrohrbruch ereignete sich am 23. März in der Wohnung drüber.
Zwei Wochen später: Das Gleiche noch einmal. Diesmal brach das Rohr im 15. Stock.
Mihai Barkmann (39), der mit Frau, Sohn und zwei Hunden in dem Haus lebt, sagt,
dass er von der SAGA mehr Hilfe erwartet hätte.
„Wir haben hier zehn Tage ausgeharrt, weil die SAGA nicht in der Lage war,
uns irgendwo anders unterzubringen“, beklagt er.
Schließlich machte er sich selbst auf die Suche nach einer Notunterkunft.
Nur 17 Quadratmeter klein ist die, aber immerhin trocken.
„Zusätzlich zu meiner Miete muss ich dafür 350 Euro hinblättern. Wer kommt dafür auf?“

Noch schlimmer ergeht es der Familie Bajrami aus dem 9. Stock.
Die muss auch heute, drei Wochen nach dem Wasserschaden,
noch in der nassen Wohnung wohnen.

Ein Leben wie auf einer Baustelle, weil die SAGA nicht half.

Mutter Zarka (33) ist entnervt:
„Dieses Dröhnen der Trocknungs-Maschine macht uns wahnsinnig. “

Dr. Eckard Pahlke, Chef des Mietervereins zu Hamburg, findet,
dass die SAGA wenigstens ein Hotelzimmer hätte beschaffen müssen.
SAGA-Sprecher Michael Ahrens kontert: „Dazu sind wir nicht verpflichtet.“
Die SAGA habe im Übrigen alles getan, um Ersatzwohnraum zu finden.
Das gehe allerdings nicht so schnell angesichts der Lage auf dem Wohnungsmarkt.

Dank der Intervention der MOPO tut sich aber jetzt endlich was:
Den Bajramis hat die SAGA eine größere Wohnung versprochen.
Dort können sie dauerhaft bleiben. Und die Barkmanns ?
Die können ihr Notquartier verlassen, dürfen nun doch ins Hotel. Auf SAGA-Kosten.

Quelle: http://www.mopo.de/hamburg/panorama/bahrenfeld–und-hier-sollen-wir-wohnen–/-/5067140/8345862/-/index.html

Kommentar:

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Ein Kommentar zu SAGA – Wasserrohrbrüche Sibeliusstraße 4

  1. Ricarda sagt:

    Als die Familie Barkmann ins Hotel ziehen wollte, stellte sich heraus, dass sie ihre Hunde nicht mitnehmen durften. Das kam nicht infrage. Ich schaltete mich ein und legte eine vollmacht von den Barkmanns vor. Diese wurde von der SAGA ignoriert.

    Auch die Familie Bajrami wohnt noch immer nicht in einer größeren Wohnung, wie es versprochen worden war.

    Die Familie Barkmann erhielt ein neues Laminat – billigster Qualität! – saumäßig schlecht verlegt. Beim Umzug wurde viel beschädigt. Aber die Barkmanns haben keine Kraft mehr. Sie müssten jetzt eine Liste der Mängel anfertigen, sind aber inzwischen sehr zermürbt.

    Das scheint man bei der SAGA von vornherein einzukalkulieren. Wir bereiten jetzt eine Anfrage an den Senat vor.

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